Ausbildungsinhalte

VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V.

In der Sicherheitsbeauftragten Fortbildung erlernen Sie die spezifischen Grundlagen der Arbeitssicherheit und den einzelnen dazugehörigen Fachbereichen: Dazu gehören die gesetzlichen und normativen Vorgaben und Regelungen der Arbeitssicherheit. Außerdem lernen die angehenden Sicherheitsbeauftragten die spezifischen Gefahrenquellen in den Arbeitsumgebungen kennen. Darunter fallen u.a. der Brandschutz und der Umgang mit externen Mitarbeitern.
Ein weiterer wichtiger Schulungspunkt der Fortbildung ist die psychologische Belastung von Kollegen. Neben dem fachlichen Know-How sind Kommunikationsfähigkeit und Softskills im Umgang mit den Kollegen ein weiteres Thema der Fortbildung. Je nachdem für welche Fortbildung du dich entscheidest sind die Inhalte der Fortbildung auf deinen Schwerpunkt angepasst.

Modulübersicht

Gesetze und Vorschriften für Sicherheitsbeauftragte und seine Rolle im Unternehmen


In diesem Lernmodul wirst du erfahren, wie und weshalb sich der Arbeitsschutz so entwickelt hat, wie er heute ist. Du wirst die verschiedenen Partner des Arbeitsschutzes und auch die wichtigsten
gesetzlichen Regelungen kennenlernen. Außerdem wird deine Rolle als Sicherheitsbeauftragter, die du zukünftig in deinem Unternehmen ausfüllen wirst, genauer dargestellt. In den weiteren Modulen wirst du verschiedene Gefahrenquellen und Methoden kennenlernen,
die dir helfen werden, deine Funktion als Sicherheitsbeauftragter wahrzunehmen.




Von der Gefährdungsbeurteilung über die Betriebsanweisung zur Unterweisung


Das wichtigste Element, die Gefährdungsbeurteilung, die die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten bildet, wird dir vorgestellt. Dabei werden dir auch die Gefährdungsfaktoren
und die Maßnahmenhierarchie erklärt. Weiter wirst du zwei eng mit der Gefährdungsbeurteilung verzahnte Elemente des Arbeitsschutzes, die gesetzlich verankerten Betriebsanweisungen und Unterweisungen, kennenlernen.




Die Sozial- und Methodenkompetenz und die Tätigkeit des Sicherheitsbeauftragten


„Prävention“ bedeutet, Vorbeugemaßnahmen zu treffen. Vorbeugemaßnahmen im Arbeitsschutz richten sich auf den Schutz der Beschäftigten vor arbeitsbedingten Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen. Maßnahmen können prinzipiell entweder technischer Natur sein oder auf der Änderung des Verhaltens von beteiligten Personen oder Abläufen beruhen. Dazu findet ihr weitere Informationen im Abschnitt über die menschengerechte Arbeitsgestaltung nach dem TOP-Prinzip.




Gefahrenquelle Feuer


In diesem Modul die Grundlagen zu Brandentstehung und -bekämpfung erfahren. Auch wirst du Zuständigkeiten und Aufgaben der betrieblichen Funktionsträger sowie verschiedene Hilfsmittel
kennen lernen, die zu einem sicheren Verhalten im Gefahrfall beitragen und auf einige Gefahrensituationen im Alltag aufmerksam gemacht. Eng mit dem Thema Brandschutz verzahnt ist auch das Thema Explosionsschutz. Denn Brände können auch oft entweder ein Auslöser oder eine Folge von Explosionen sein. Daher wirst du auch kurz in die Grundlagen des Explosionsschutzes eingeführt.




Gefahrenquelle Arbeiten in der Höhe


In diesem Modul wird hauptsächlich auf das Arbeiten auf / mit Leitern und Tritten eingegangen. Weniger häufig vorkommende Tätigkeiten, wie das Arbeiten mit Gerüsten, auf Dächern, die Benutzung von spezieller PSA wie Ganzkörpergurten mit Falldämpfern können hier nur kurz angesprochen werden.




Gefahrenquelle Bildschirmarbeitsplatz


Vielleicht hast du dich gefragt, was an Bildschirmarbeit so gefährlich ist, dass es hierzu ein ganzes Lernmodul gibt. Zwar ist die Bildschirmarbeit nicht so unfallträchtig wie etwa Tätigkeiten im Bauwesen oder in der Industrie, doch auch hier lauern einige Risiken, die zur gesundheitlichen Beeinträchtigung der Beschäftigten führen.
Hast du nach einem Arbeitstag im Büro auch schon über trockene Augen, Kopfschmerzen oder Rücken- und Nackenschmerzen geklagt? Das kann verschiedene Ursachen haben, die du in diesem Modul kennenlernen wirst: So wird es um die Arbeitsumgebung, Arbeitsmittel und das Thema Ergonomie gehen.




Gefahrenquelle elektrischer Strom


Elektrischen Strom kann man nicht unmittelbar hören, riechen oder sehen – und genau deshalb werden die Gefahren durch elektrischen Strom häufig unterschätzt! Elektrizität ist der Auslöser vieler Stromunfälle in verschiedensten Branchen und Wirtschaftszweigen, die zu schweren gesundheitlichen Folgen führen können. Bei der BG ETEM (Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse), bei der auch Betriebe der Elektrobranche versichert sind, werden pro Jahr zwischen 3000 und 4000 Stromunfälle gemeldet – Tendenz steigend.
Zum Glück sind die Zahlen der dabei tödlich Verunglückten seit den Neunzigern deutlich zurückgegangen und liegen heute im einstelligen Bereich.
Außerdem ist elektrischer Strom häufig ein Auslöser für Brände und Explosionen – das weißt du sicher noch aus dem Modul „Gefahrenquelle Feuer“.




Sicherer Umgang mit Werkzeugen, Arbeitsplätzen und
Fahrzeugen


In diesem Lernmodul werden dir einige sicherheitsrelevante Anforderungen aus der BetrSichV vorgestellt, die allgemein an Arbeitsmittel gestellt werden. Du wirst Maßnahmen, die die Sicherheit von Arbeitsmitteln aufrechterhalten sollen, und wichtige Kriterien für die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln kennenlernen. Und letztendlich werden dir noch einige Arbeitsmittel mit besonderen Gefährdungen vorgestellt: Krane, Fahrzeuge und Stapler.
Auch auf überwachungsbedürftige Anlagen wird kurz eingegangen.




Gefahrenquelle Gefahrstoffe


In diesem Modul werden die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Gefahrstoffen, deren Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblätter, die Besonderheiten bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen und
die Anforderungen bei der Lagerung dargestellt. In den folgenden Abschnitten wird auf folgende Themen eingegangen:

  1. Grundlagen: einige Definitionen und Begriffe
  2. Rechtliche Grundlagen: kurze Übersicht der wichtigsten rechtlichen Regeln
  3. GHS-System: aktuelle Kennzeichnungen von Gefahrstoffen, mit Rückerinnerung an das alte EU-System
  4. Gefahrstoffe – die Gefährdungsbeurteilung, Substitution, Maßnahmenhierarchie, der „AGW“, Schutzmaßnahmen und die Unterweisung werden hier besprochen
  5. Sicherheitsdatenblatt – das zentrale Mittel der Kommunikation für Gefahrstoffe
  6. Gefahrstoffkataster – ein Verzeichnis der vorhandenen Gefahrstoffe schafft Übersicht
  7. Lagerung – abgestuft nach Mengen gelten verschiedene Anforderungen an das Lagern von Gefahrstoffen




Arbeitsschutzprodukte für unterschiedliche Gefahrenquellen


In diesem Modul wirst du genaueres über PSA (Persönliche Schutzausrüstung) erfahren, die schon einige Male in den vorherigen Modulen erwähnt wurde. Du weißt ja bereits: Vor Aufnahme der Tätigkeit muss der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen und daraus Schutzmaßnahmen ableiten und umsetzen.




Risiken durch Fremdfirmen


Hast du dich schon gefragt, was Fremdfirmen mit dem Arbeitsschutz bei dir im Betrieb
zu tun haben? Ganz einfach – auch hier trägt dein Arbeitgeber eine Verantwortung für den Arbeitsschutz! Nicht alle anfallenden Tätigkeiten kann ein Unternehmen selbst bewältigen. Daher kommt in jedes Unternehmen ab und zu eine fremde Firma, die dort bestimmte, vertraglich geregelte Aufgaben wahrnimmt.
Für die Erfüllung dieserAufgaben erhält die Fremdfirma eine Bezahlung, so wie es vertraglich vereinbart wurde. Die Mitarbeiter der Fremdfirma erhalten ihr Gehalt von ihrem eigenen Arbeitgeber, dem Chef der Fremdfirma. Manche Fremdfirmen setzen zusätzlich Subunternehmer ein, das sind weitere Firmen, die als Auftragnehmer der Fremdfirma die vereinbarten Leistungen zu erbringen haben. Ob Instandhaltungsmaßnahmen für Maschinen und Anlagen durchgeführt werden, ein externer Elektriker eine neue Steckdose setzt, eine Unternehmensberatung zur Optimierung von Arbeitsabläufen berät, eine Reinigungsfirma regelmäßig für Sauberkeit sorgt oder Leiharbeitnehmer, sogenannte Zeitarbeiter, bei dir in der Produktion aushelfen – die Arbeitsschutzbestimmungen müssen beachtet werden, obwohl die fremden Mitarbeiter nicht bei deinem Betrieb angestellt sind.




Gefahrenquelle Verkehrswege undTransport


Unter Verkehrswegen versteht man alle Bereiche eines Betriebes, die für die Bewegung von Fußgängern, Fahrzeugen oder beidem bestimmt sind. Zu Verkehrswegen zählen beispielsweise Flure, Gänge, Laufstege, Bühnen, Treppen, Laderampen, Steigeisengänge oder Steigleitern. Nicht alle werden in diesem Modul behandelt. Du wirst einige Anforderungen an Verkehrswege kennenlernen und erfahren, wie man Gefährdungen, die sich durch Personen- oder Fahrzeugverkehr ergeben, verhindern kann.




Psychologische und zwischenmenschliche Herausforderung


In diesem Modul werden hauptsächlich Belastungen besprochen, die auf psychische Weise Auswirkungen auf eure Tätigkeiten haben können.
In den folgenden Abschnitten wird auf folgende Themen eingegangen:

  1. Grundlagen: einige Definitionen
  2. Umgang mit Kollegen / Konfliktmanagement: Hinweise zu Mobbing
  3. Psychische Belastung am Arbeitsplatz: Quellen psychischer Belastungen, Möglichkeiten der Analyse und Lösungsfindung
  4. Folgeerkrankungen: welche Erkrankungen aus Fehlbelastung entstehen
  5. Gefährdungsbeurteilung: Berücksichtigung von psychischer Belastungen in der GB mögliche Kennzahlen
  6. Depression und Suchterkrankung: Bedeutung für die Zahl der Ausfalltage
  7. Suchtmittel und DGUV Vorschrift 1: Vorgehensweise und Vorschriften




Arbeitsunfälle und deren Untersuchung


In diesem Modul wird es um Unfälle gehen. Du wirst erfahren, was man genau unter einem Arbeits- oder Wegeunfall versteht, was im Falle eines Unfalls und anschließend zu tun ist und warum die Berufsgenossenschaft über manche Unfälle informiert wird. Außerdem wird dir erläutert, was eine Unfallanalyse ist und weshalb, wie und durch wen sie durchgeführt wird. Also nochmal tief durchatmen – und los zum Endspurt!




Gruppen-Webinar


Neben den aufgezeichneten Schulungsvideos und dem umfangreichen Skript kann du ebenfalls an regelmäßigen Gruppenwebinaren teilnehmen.

In den freiwilligen Webinaren mit einem unserer Dozenten kannst du deine persönlichen Fragen stellen, dich mit den anderen Teilnehmern austauschen und gegebenenfalls von deren Fragen lernen. Zusätzlich informieren dich die Dozenten über aktuelle Trends und Neuerungen rund um deine Aufgabe als Sicherheitsbeauftragter.





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