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DGUV Grundsatz 311-004: Rahmenkonzept für die Grundqualifizierung von Sicherheitsbeauftragten

Welche Verpflichtungen, Aufgaben und Anforderungen bestehen für Sicherheitsbeauftragte laut DGUV?

​Sicherheitsbeauftragte (SiBe) sind unverzichtbare Partner im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie kennen die betrieblichen Abläufe aus erster Hand, erkennen Gefährdungen frühzeitig und bringen wertvolle Impulse für sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen ein.

Mit dem „DGUV Grundsatz 311-004” hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ein praxisnahes Rahmenkonzept geschaffen, das die Ausbildung von Sicherheitsbeauftragten auf eine einheitliche, qualitätsgesicherte Grundlage stellt und den Anbietern gleichzeitig Raum für eine flexible Umsetzung lässt.

Zielgruppe & Anwendungsbereich

Zielgruppe und Anwendungsbereich

Die Grundqualifizierung richtet sich an:

  • Neu bestellte Sicherheitsbeauftragte

  • Angehende SiBe, die zeitnah bestellt werden sollen.

  • bereits tätige Sicherheitsbeauftragte ohne Qualifizierungsmaßnahme.

  • Sicherheitsbeauftragte mit langer zurückliegender Qualifizierung.

Wichtige Abgrenzung:

  • Grundqualifizierung: Einstieg in die Rolle und Befähigung zur Aufgabenwahrnehmung

  • Aufbauqualifizierung: Vertiefung und Erfahrungsaustausch nach der ersten Praxisphase.

  • Fortbildung: Regelmäßige Aktualisierung und Erweiterung des Wissens

Aufgaben-Zusammenfassung + Checkliste als PDF

5 Regeln für die Ausbildung von Sicherheitsbeauftragten

Eine falsche Anzahl an ausgebildeten Kollegen oder fehlinterpretierte Verantwortung gegenüber eines Sicherheitsbeauftragten kann zu Problemen führen.

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  • 5 wichtigste Regeln für die Ausbildung

  • Checkliste zur Bestellung eines Sibe

 

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Die 5 wichtigsten Aufgabebn eines Sicherheitsbeauftragten als PDF Checkliste
Qualifizierung und Inhalte

Was Sicherheitsbeauftragte nach der Qualifizierung können sollen

Ziel ist es, dass SiBe nach der Grundqualifizierung:

  • Ihre Rolle im Arbeitsschutz klar definieren können,

  • Gefährdungen erkennen und beurteilen,

  • Wirksame Präventionsmaßnahmen anregen,

  • Kolleginnen und Kollegen zu sicherem Verhalten motivieren,

  • Als sichtbare Ansprechpartner im Betrieb auftreten.

Praxisnutzen für Unternehmen:

Qualifizierte Sicherheitsbeauftragte steigern nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern stärken auch die Mitarbeiterbindung und verbessern das Unternehmensimage.

Didaktisches Rahmenkonzept

Didaktisches Rahmenkonzept – Lernen, das im Betrieb ankommt.

Die Ausbildung folgt vier Phasen nachhaltigen Lernens:

  1. Aneignen: Wissen aufbauen und Grundlagen verstehen.

  2. Erleben: Sicherheit und Gesundheitsschutz aktiv erfahren.

  3. Anwenden: Gelerntes in realistischen Situationen umsetzen.

  4. Reflektieren: Erfahrungen auswerten und Handlungssicherheit gewinnen.

 

Typische Handlungssituationen

Um den Transfer in den Arbeitsalltag zu sichern, orientiert sich die Qualifizierung an praxisnahen Szenarien aus drei Handlungsfeldern.

 

  • Kooperation: Zusammenarbeit mit inner- und außerbetrieblichen Arbeitsschutzakteuren

  • Gestaltung: Mitwirkung an sicheren und gesundheitsgerechten Arbeitsbedingungen

  • Verhalten: Förderung sicherheitsgerechten Handelns im Kollegenkreis

Kompetenzfelder

Kompetenzfelder im Fokus

Die Grundqualifizierung deckt vier Kompetenzbereiche ab:

 

  1. Fachkompetenz:

    1. Grundlagen des Arbeitsschutzes

    2. Gefährdungsbeurteilung

    3. Präventionsmethoden

 

  1. Methodenkompetenz:

    1. Problemerkennung und Lösungsstrategien

    2. Informationsbeschaffung

    3. Gesprächsführung

 

  1. Personal- und Selbstkompetenz:

    1. Engagement und Vorbildfunktion

    2. Selbstreflexion

    3. Rollenklarheit

 

  1. Sozialkompetenz:

    1. Motivation anderer

    2. Netzwerkpflege

    3. Konstruktiver Umgang mit Einwänden

Qualitätsanforderurngen an Qualifizierungsanbieter

Qualitätsanforderungen an Qualifizierungsanbieter

Sachliche Voraussetzungen

  • Ergonomische und lernförderliche Räume oder geeignete digitale Plattformen

  • Ausstattung passend zu Methode, Gruppengröße und Konzept

 

Personelle Voraussetzungen

  • Fachlich und didaktisch qualifizierte Dozierende

  • Mehrjährige Berufserfahrung im Arbeitsschutz

  • Aktuelles, branchenspezifisches Wissen (z. B. PSA, Gefährdungsbeurteilung, Notfallorganisation).

  • Überblick über Ablauf und Inhalte der gesamten Grundqualifizierung

 

Organisatorische Voraussetzungen:

  • Die Methodenwahl orientiert sich an Outcome und Lernzielen.

  • Es gibt eine definierte Mindest- und Maximalteilnehmerzahl.

  • Strukturierter Ablaufplan mit klaren Lernschritten

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5 Regeln für die Ausbildung von Sicherheitsbeauftragten

Eine falsche Anzahl an ausgebildeten Kollegen oder fehlinterpretierte Verantwortung gegenüber eines Sicherheitsbeauftragten kann zu Problemen führen.

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Fazit und Praxisbezug

Fazit und direkter Praxisbezug

Der DGUV Grundsatz 311-004 ist mehr als ein Leitfaden: Er ist ein Qualitätsrahmen, der Orientierung gibt, ohne die Flexibilität der Anbieter einzuschränken. Unternehmen, die ihre Sicherheitsbeauftragten auf dieser Basis ausbilden lassen, schaffen die Voraussetzungen für eine starke Sicherheitskultur – und setzen ein klares Zeichen für gelebten Arbeitsschutz.

Direkter Weg zur Umsetzung:
Auf Sicherheitsbeauftragter-online.de finden Sie sowohl die Grundausbildung für Sicherheitsbeauftragte als auch passende Auffrischungskurse – praxisnah, DGUV-konform und flexibel buchbar. So können Sie das Rahmenkonzept des DGUV Grundsatzes direkt in Ihrem Unternehmen umsetzen.

Tipp aus der Praxis:

Integrieren Sie den Kompetenzcheck in Ihre jährlichen Sicherheitsgespräche. So erkennen Sie frühzeitig Qualifizierungsbedarfe und können gezielt Fortbildungen anbieten.

Manuel Zabe

Autor: Manuel Zabe

Geschäftsführer der ExpertMe GmbH Experte für Arbeitssicherheit | Mehr erfahren

Erstellt am: 05.08.2020
Zuletzt geändert: 17.06.2024

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