Sicherheitsbeauftragter für Kita´s

Sicherheitsbeauftragte in Kitas haben unterschiedliche Aufgaben und müssen in einer bestimmten Anzahl bestellt werden.

​In einer Kindertagesstätte dreht sich alles um die Kinder und ihre individuellen Bedürfnisse. Kinder im Vorschulalter, Säuglinge oder Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen benötigen Beschäftigung, Förderung oder Trost. Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihnen Erziehung und Bildung zu vermitteln, und sich um ihr Wohlergehen zu sorgen, gehört zu den vielfältigen Aufgaben von Mitarbeitern in Kindertagesstätten – mehr, als die reine Beaufsichtigung! Doch auch Tätigkeiten wie das Wickeln von kleineren Kindern, Hilfe beim Toilettengang oder Versorgen von kleinen Wunden können anfallen. Doch allgemein ist bekannt: die Arbeit mit Kindern kann mitunter auch ziemlich anstrengend sein! Daher dürfen auch das Wohl und die Gesundheit der Mitarbeiter in Kindertagesstätten nicht zu kurz kommen.

Vielleicht hast du morgens schon einmal dein Kind in die Kita gebracht? Überall rennen Kinder herum, überall liegen Schuhe oder Spielzeug, über das man stolpern kann. Und dann der Lärm! Es ist unglaublich, wie laut spielende und tobende Kinder sein können! Eine Erzieherin sitzt inmitten von Kindern auf einem kindgerecht winzigen Stuhl und spielt mit einem Kind. Ein anderes Kind beginnt zu weinen, weil etwas in die Hose gegangen ist – es möchte getröstet werden und benötigt Wechselkleidung. Doch eine Mutter steht da und möchte mehr über den gestrigen Streit ihrer Tochter mit einem Jungen erfahren – worum soll man sich nun zuerst kümmern?

Als Elternteil ist man manchmal froh, dieses Getümmel schnell wieder verlassen zu können – es wird als Stress empfunden. Das Personal in der Kita ist aber den ganzen Tag mit der Gruppe von Kindern zusammen. Doch neben all den schönen Erlebnissen, die der Beruf mit sich bringt - Arbeitsdichte, Lärm, Stress, körperliche und seelische Belastung können sich kurzfristig in Kopf- oder Rückenschmerzen, Müdigkeit, Gereiztheit und Ähnlichem äußern - und auf Dauer sogar richtig krank machen! Daher sollte ein großes Augenmerk auf der Vermeidung von Gefährdungen für Beschäftigte in Kindertagesstätten liegen.

1. Beschäftigte in Kindergärten und Kindertagesstätten

2. Rückengerechtes Arbeiten in Kindertagesstätten

Auch im Bereich der Kindertagesstätten klagen viele pädagogische Fachkräfte über körperliche Beschwerden, wie Schmerzen im Rücken oder an den Knien. Ursachen hierfür sind Fehlhaltungen, die über viele Berufsjahre hinweg immer wieder eingenommen werden – etwa beim Sitzen auf Kinderstühlen oder an Kindertischen. Tätigkeiten auf Kinderhöhe in kniender, hockender oder gebeugter Haltung gehören ebenso zum Arbeitsalltag in einer Kita wie Heben und Tragen von Kindern oder Spielmaterial.

In diesem Kapitel erfährst du, welche körperlichen Fehlbeanspruchungen im Kita-Alltag auftreten können und wie man sie durch rückengerechtes Arbeiten vermeiden kann! Bitte beachte jedoch immer die Gefährdungen, die sich eventuell für kleine Kinder ergeben – die Sicherheit der Kinder muss, neben den sicheren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, stets gewährleistet sein!

3. Fehlbeanspruchungen durch Sitzen – Maßnahmen

Wenn du dich schon einmal auf einen Kinderstuhl gesetzt hast, weißt du, wie eigenartig sich das anfühlt. Allein das tiefe Hinsetzen bereitet Schwierigkeiten; auf der kleinen Sitzfläche Halt zu finden, ist nicht einfach. Die Beine sind extrem abgewinkelt – oder soll man sie besser ausstrecken? Wenn sich Mitarbeiter in Kitas mit den Kindern an einen Tisch setzen, um miteinander zu kommunizieren, zu essen oder sich zu beschäftigen, gelangen sie mit ihren Beinen häufig nicht oder nur mit Mühe unter die Tischplatte. Um dem Problem zu begegnen, stellen sie ihre Füße nicht unter, sondern neben dem Tisch ab – und sitzen somit in einer unnatürlichen, verdrehten Körperhaltung am Tisch. Ergonomisches Mobiliar in Kitas dagegen kann den ergonomischen Ansprüchen von Kindern und Mitarbeitern gleichermaßen gerecht werden! Spezielle Erzieherinnen- bzw. Erzieherstühle in verschiedensten Ausführungen sind erhältlich.

 

Wichtig ist, dass sich die Stühle auf eine kindgerechte Höhe von ca. 35 cm absenken lassen, aber auch eine ergonomisch günstige Sitzhöhe für Erwachsene zulässt. Verschieden hohe oder höhenverstellbare Tische sollten ebenfalls vorhanden sein – so könnten manche Aktivitäten von den Kindern stehend ausgeführt werden, während sie von einem ergonomisch günstig sitzenden Kita-Mitarbeiter angeleitet werden. Gemeinsame Mahlzeiten könnten an Erwachsenentischen eingenommen werden – für die Kinder sind Hochstühle erhältlich, die sie je nach Alter und Können sogar selbst besteigen können! Doch auch bei den zahlreichen Arbeiten, die am Büro- und Bildschirmarbeitsplatz ausgeführt werden, wie die Vorbereitung von Elterngesprächen oder der Anfertigung von Dokumentationen, ist eine ergonomische Sitzhaltung von großer Bedeutung! Erinnerst du dich noch an das Modul 6, Gefahrenquelle Bildschirmarbeitsplatz? Rufe dir noch einmal in Erinnerung

4. Fehlbeanspruchung des Knies – Maßnahmen

Nicht jede Tätigkeit im Umgang mit Kindern erfordert es, sich hinzusetzen oder hinzuknien – häufig müssen sich Mitarbeiter in Kitas in eine gebückte Haltung begeben, etwa um dem Kind beim Händewaschen oder Laufenlernen zu helfen. Durch die Vorneigung des Oberkörpers kommt es hier zu einem großen Druck auf Lendenwirbelsäule und untere Bandscheiben und auf Dauer zu Fehlbeanspruchungen.

Für die Anpassung der Arbeitshöhe an die Erwachsenengröße stehen zahlreiche intelligente Lösungen, die auf den jeweiligen Bedarf angepasst sind, zur Verfügung. So kann gemeinsames Kochen an Küchenzeilen mit unterschiedlichen Fußbodenniveaus oder mit Podest stattfinden. Wickeltische mit anpassbarer Arbeitshöhe, Wickelpodeste oder Stehwickelplätze sind erhältlich. Bitte denke allerdings auch hier daran: Wenn ein Kind alleine hinaufklettert, kann es herunterstürzen und sich gefährlich verletzen!

5. Fehlbeanspruchung durch Heben und Tragen – Maßnahmen

Im Arbeitsalltag sind auch zahlreiche Hebe- und Tragevorgänge zu bewältigen! Spielzeug muss an einen anderen Ort transportiert oder Mobiliar umgestellt werden. Ein Kind muss auf den Wickeltisch oder ins Bett gehoben werden. Wusstest du, dass Kinder im Kita-Alter bereits um die 15 kg wiegen können? Auch beim Heben und Tragen kommt es, wie beim Beugen, zu einem Druck auf die unteren Bandscheiben – und häufig zu akuten Zuständen. Beim sogenannten Hexenschuss zieht sich die überlastete Muskulatur des unteren Rückens durch die reflexartig zusammen und verursacht starke Schmerzen. Auch Bandscheibenvorfälle können auftreten. So gilt es zunächst, das Heben und Tragen von Kindern möglichst zu vermeiden. Auf den Wickeltisch könnte das Kind auch über eine integrierte Treppe gelangen, ins Bett eigenständig hineinklettern, wenn die Gitterstäbe herausgenommen werden können!

Mobiliar oder anderes Material, das häufig bewegt wird, könnte mit Rollen versehen und so geschoben anstatt gehoben werden.

Viele Hebe- und Tragevorgänge können also durch technische oder organisatorische Maßnahmen gut vermieden werden. Wenn aber doch Heben und Tragen notwendig ist, weißt du ja bereits, wie wichtig es ist, dies in der richtigen Technik zu tun! Ein gerader Rücken, der Oberkörper nicht verdreht, zusammen mit dem Anheben der Last durch die Kraft der Beine kann dir viele Schmerzen ersparen.

Als Sicherheitsbeauftragter solltest du dich fragen, ob du selbst konsequent auf die Benutzung deiner Hilfsmittel achtest. Nutzt du beispielsweise regelmäßig deinen Bodenstuhl bei der pädagogischen Arbeit am Boden? Wenn nein, solltest du überlegen, was die Gründe dafür sind. Steht dir beispielsweise nur ein Bodenstuhl zur Verfügung, hast du ihn sicherlich nicht in greifbarer Nähe, wenn du ihn benötigst – oder ein Kind benutzt ihn gerade! Daher sollten immer mehrere Hilfsmittel in der Nähe verfügbar sein.

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Dies ist eine kostenfreie Dienstleitung der ExpertMe GmbH.

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